Seit Heiligendamm nichts gelernt – Medienberichterstattung zum G8 in Japan

Zur Demo in Sapporo am 5.7. berichtet die Agentur AP um 15:28 Uhr:

„Tausende Bereitschaftspolizisten säumten die Straßen. Zu einer kurzen
Rangelei kam es, als Polizisten die Scheibe eines Fahrzeugs
einschlugen, mit dem einer der Demonstranten die Strecke blockiert
hatte. Unter den vier Festgenommen war ein Kameramann der
Nachrichtenagentur Thomson Reuters.“
Ursache und Wirkung werden hier verkehrt. Einer der beiden Lautsprecherwagen wurde von der Polizei gestoppt, um einen Zugriff auf den DJ auf der Ladefläche durchzuführen. Daraufhin begann der Fahrer des Lautsprecherwagens laut zu hupen. Die Polizei schlug das Fahrerseitenfenster ein. Und verhaftete auch den Fahrer. Den beiden Festgenommenen des Lautsprecherwagens wie auch der beiden weiteren festgesetzten Personen wird „Behinderung von Polizeiarbeit“ als einziges Vergehen zur Last gelegt.

Alexis Passadakis

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1 Response to “Seit Heiligendamm nichts gelernt – Medienberichterstattung zum G8 in Japan”


  1. 1 Arne Babenhauserheide 10. Juli 2008 16:39 um 16:39

    Danke für die Klärung!

    Selbst in der Taz hatte der Zusammenhang gefehlt.

    Allgemein:
    Ich bin von der Reaktion der Polizei in Japan recht geschockt. Mir war nicht klar, wie stark in der Japanischen Gesellschaft unangepasstes Verhalten angegriffen wird.


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